Die seismische Aktivität unter Teneriffa hat im vergangenen Monat spürbar zugenommen. Das Vulkanologische Institut der Kanaren (Involcan) registrierte im Laufe des Julis insgesamt 641 Erdbeben auf und um die Insel. Diese Zahl ist für einen so kurzen Zeitraum außergewöhnlich hoch und entspricht bereits fast der Gesamtzahl aller Erschütterungen, die im gesamten Kalenderjahr 2025 auf Teneriffa gemessen wurden.
Mikrobeben rund um den Teide-Vulkan
Der Großteil dieser seismischen Ereignisse war von geringer Magnitude und für die Bevölkerung nicht spürbar. Diese Mikrobeben traten gehäuft in zwei bestimmten Zonen auf. Zum einen im Bereich des Teide-Vulkankomplexes und zum anderen in der ozeanischen Rinne zwischen Teneriffa und Gran Canaria. Das empfindliche Messnetzwerk von Involcan konnte die Erschütterungen dennoch präzise lokalisieren und katalogisieren.
Trotz der auffälligen Häufung geben die Geologen und Vulkanologen Entwarnung für die Bevölkerung. Die Aktivität bewege sich im Rahmen der normalen Hintergrund-Dynamik eines aktiven, aber ruhenden Vulkansystems. Es gebe keine Anzeichen für eine akute Magmabewegung oder eine bevorstehende Eruption. Die kontinuierliche Überwachung wird unverändert fortgesetzt, um jede kleinste Veränderung sofort zu erfassen.
