Urlauber und Einwohner auf den Kanaren müssen in den Bergregionen gerade verdammt vorsichtig sein. Wegen einer Hitzewelle gilt auf Teneriffa und Gran Canaria seit Samstag eine Waldbrand-Warnstufe. Knochentrockene Luft, Winde und extreme Werte verwandeln die Natur in ein gefährliches Pulverfass.
Diese Berggebiete stehen im Fokus der Behörden
Teneriffa meldet erhöhte Alarmbereitschaft vor allem für die Gipfel und mittleren Höhenlagen an den Süd- und Westhängen. Erwartet werden dort Spitzenwerte von über 33 Grad. Restliche Regionen der Insel verbleiben in der sogenannten Vorwarnstufe.
Gran Canaria trifft es laut den Wetterdaten noch deutlich heftiger. Warnungen betreffen hier die Gipfel, die Nordhänge oberhalb von 600 Metern sowie alle West-, Süd- und Osthänge ab einer Höhe von 400 Metern. Thermometer klettern in weiten Teilen der Insel auf über 34 Grad, wobei im Südwesten lokal extreme Spitzenwerte von bis zu 37 Grad erreicht werden. Zudem gilt für El Hierro, La Palma und La Gomera eine allgemeine Vorwarnung.
Tropennächte und unberechenbare Sommergewitter
Sorge bereitet den Rettungskräften vor allem das Ausbleiben einer nächtlichen Abkühlung. Tiefstwerte verharren in den Höhenlagen zwischen 24 und 26 Grad. Stellenweise sind in den frühen Morgenstunden sogar Werte um die 30 Grad möglich. Zusätzlichen Stress für die Feuerwehren bedeuten angekündigte Sommergewitter. Blitzeinschläge könnten in den ausgetrockneten Nadelwäldern der Berge unbemerkt Brände entfachen.
Strikte Verbote für alle Ausflügler
Strikte Brandschutzauflagen gelten ab sofort für das gesamte kanarische Hinterland. Jegliche Aktivitäten, die Funken oder Feuer verursachen könnten, sind in den Bergen streng verboten. Wer beim Ausflug Rauch oder Flammen bemerkt, sollte sofort die Rettungskräfte über die 112 alarmieren.
