Seit dem heutigen Montag gilt auf den Kanaren eine offizielle Calima-Vorwarnung. Der feine Wüstenstaub treibt die Feinstaubbelastung vor allem in den Tälern von Lanzarote und Fuerteventura sowie in den Bergen von Gran Canaria und La Palma massiv nach oben. Hier werden gesundheitsgefährdende Werte von weit über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m³) gemessen.
Dieser feine Saharasand ist leider alles andere als harmlos. Sobald man ihn einatmet, reizt er die Schleimhäute, löst Hustenreiz aus und drückt auf die Bronchien. Ein echtes Problem ist das für ältere Menschen, Babys und alle, die ohnehin an einer chronischen Lungen- oder Herzkrankheit leiden. Für diese Risikogruppen ist diese Wetterlage eine enorme gesundheitliche Belastung.
Offizielle Verhaltenstipps der Generaldirektion für Notfälle
Zum Schutz der eigenen Gesundheit bittet die Regierung die Bevölkerung und alle Urlauber dringend darum, die folgenden Selbstschutzmaßnahmen strikt zu befolgen:
- Aktivitäten im Freien minimieren: Vermeiden Sie jegliche sportliche Betätigung und schwere körperliche Anstrengungen unter freiem Himmel, um die tiefe Inhalation der Staubpartikel zu verhindern.
- Wohnräume schützen: Halten Sie Fenster und Türen von Häusern und Wohnungen komplett geschlossen. Schalten Sie Klimaanlagen nach Möglichkeit auf Umluftbetrieb.
- Ausreichend Flüssigkeit: Achten Sie auf eine verstärkte Flüssigkeitszufuhr und trinken Sie viel Wasser, um die Schleimhäute feucht zu halten und den Körper bei der Selbstreinigung der Atemwege zu unterstützen.
Die Gesundheitsbehörden überwachen die Luftqualitätsdaten kontinuierlich. Sollten Sie oder Personen in Ihrem Umfeld unter akuter Atemnot, Brustschmerzen oder schweren Kreislaufproblemen leiden, wählen Sie bitte umgehend den kanarischen Notruf unter der Telefonnummer 112.
