Unter dem Teide auf Teneriffa brodelt es ein bisschen mehr als sonst – und das könnte in nächster Zeit dazu führen, dass die Menschen ab und zu ein leichtes Wackeln spüren. Nach einem Treffen des wissenschaftlichen Beirats Pevolca gaben die Experten am Donnerstag aber sofort Entwarnung für alle Urlauber und Residenten. Ein Ausbruch droht in den kommenden Wochen oder Monaten absolut nicht. Es gibt schlichtweg keine Anzeichen dafür.
Dass ein aktiver Vulkan wie der Teide sich ab und zu bewegt, ist völlig normal. Seit etwa einem halben Jahr messen die Geräte unter der Insel eine leicht erhöhte Aktivität. Itahiza Domínguez, der Chef des Geografischen Instituts (IGN) auf den Kanaren, erklärte ganz offen: „Wir können spürbare Erdbeben nicht ausschließen.“ Er stellte aber sofort klar, dass es sich dabei nur um sehr schwache Erschütterungen handeln würde . Sie sind viel zu schwach, um irgendwelche Schäden an Häusern oder Straßen anzurichten.
Vulkan-Ampel bleibt weiter auf Grün
Sollte die Erde demnächst mal kurz zittern, wird das am ehesten in der Region rund um den Nationalpark Las Cañadas del Teide passieren. Grund zur Sorge gibt es aber nicht. Die offizielle Vulkan-Ampel der Insel bleibt weiterhin auf der sichersten Stufe. Alle wichtigen Messwerte sind völlig unbedenklich.
Die Gase, die der Vulkan ausstößt, sind in den letzten Monaten sogar zurückgegangen, und der Boden hat sich in den vergangenen drei Jahren gerade einmal um winzige zwei Zentimeter bewegt. Der Experte räumte auch mit einem bekannten Mythos auf. Viele Menschen glauben, dass viele kleine Erdbeben ein großes, schweres Beben verhindern. Das stimmt laut Wissenschaft nicht. Wichtig sei jetzt, den Vulkan im Auge zu behalten.
Richtig nervös würden die Forscher erst, wenn die Beben dauerhaft spürbar werden, immer näher an die Erdoberfläche wandern oder sich der Boden plötzlich ganz schnell verformt. Davon ist Teneriffa im Moment meilenweit entfernt. Die Behörden bitten deshalb darum, ruhig zu bleiben und nur offiziellen Berichten zu glauben.
