Gran Canaria unternimmt einen neuen Anlauf für den riesigen Umbau des Stadions in Siete Palmas. Weil sich beim ersten Versuch vor einem Monat keine einzige Baufirma beworben hatte, wurde das Budget jetzt massiv aufgestockt. Das Megaprojekt wird nun stolze 60 Millionen Euro teurer. Insgesamt sind jetzt weit über 234 Millionen Euro für die Modernisierung eingeplant.
Dass die Kosten so explodieren, liegt vor allem an den Weltmarktpreisen. Wichtige Baumaterialien wie Eisen, Beton und Aluminium sind in den letzten Monaten extrem teuer geworden. Damit das Geld zusammenkommt, springen neben der Inselregierung auch die kanarische Regierung und die Stadt Las Palmas mit Millionenbeträgen ein.
Das Stadion soll eine der Hauptspielstätten für die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2030 werden. Die FIFA hat die Pläne bereits abgesegnet.
Mehr Plätze, ein neues Riesendach und ein straffer Zeitplan für UD Las Palmas
Interessierte Firmen können sich bis zum 11. September für den Großauftrag bewerben. Die reine Bauzeit soll danach insgesamt drei Jahre betragen. Damit die Bagger ungestört arbeiten können, gibt es einen Deal mit dem Verein UD Las Palmas. Der Club wird in den nächsten drei Spielzeiten die ersten und die letzten zwei Partien der Saison auswärts bestreiten. Zusammen mit der Sommerpause kann so vier Monate am Stück ohne Unterbrechung an den Tribünen gebaut werden.
Nach dem Umbau wird das Stadion kaum wiederzuerkennen sein. Die Kapazität steigt auf fast 42.000 Zuschauer. Zudem bekommen alle vier Tribünen ein modernes, geschlossenes Riesendach.
Ein Fan-Highlight: Die Naciente-Tribüne wird deutlich näher an das Spielfeld herangerückt, damit die Zuschauer noch näher am Geschehen sind. Eine komplett neue Außenfassade und Platz für viele neue Geschäfte im Innenbereich runden das WM-Paket ab.
