Die Seenotrettung hat in den frühen Morgenstunden einen größeren Rettungseinsatz vor der Küste von Gran Canaria abgeschlossen. Ein großes Holzboot mit weit über einhundert Migranten an Bord konnte in der Nacht lokalisiert und sicher in einen Hafen im Süden der Insel eskortiert werden. Die zuständigen Behörden und medizinischen Teams übernahmen sofort die Erstversorgung der Ankommenden.
Ein Rettungshubschrauber der Besatzung Helimer 205 entdeckte das Boot rund 18 Kilometer südlich der Insel. Die Flugleitung alarmierte umgehend das Rettungsschiff Guardamar Polimnia, das sich daraufhin auf den Weg zur angegebenen Position machte. Nach dem Erreichen des hölzernen Bootes leiteten die Seenotretter die Bergung der Insassen ein.
Rettungskräfte versorgen 135 erschöpfte Menschen im Hafen von Arguineguin
Insgesamt befanden sich 135 Personen auf dem Boot, die die gefährliche Überfahrt von der afrikanischen Westküste angetreten hatten. Nach der erfolgreichen Übernahme steuerte das Rettungsschiff den Hafen von Arguineguin an, wo bereits ein größeres Aufgebot des Roten Kreuzes und des kanarischen Rettungsdienstes auf die Ankunft wartete.
Die Helfer bauten direkt am Kai Zelte auf, um eine strukturierte medizinische Sichtung durchzuführen. Der überwiegende Teil der Migranten war von der tagelangen Reise stark erschöpft, befand sich jedoch in einem stabilen Gesundheitszustand. Die Nationalpolizei hat die Erfassung der Personalien übernommen und leitet nun das vorgeschriebene Verfahren für die Überstellung in die regionalen Erstaufnahmeeinrichtungen ein.
