Die Ankunft von Booten mit Migranten auf Lanzarote hält an. In den frühen Morgenstunden des Samstags erreichte eine Patera die Küste im Norden der Insel. Die lokalen Behörden und Rettungskräfte leiteten nach dem Hinweis aus der Bevölkerung sofort einen Einsatz im betroffenen Küstenabschnitt ein.
Das Boot erreichte Los Cocoteros in der Gemeinde Teguise. Ein aufmerksamer Anwohner beobachtete das Boot kurz nach Mitternacht und wählte umgehend den Notruf. Da zu diesem Zeitpunkt zunächst nur vier Insassen beim Verlassen des Bootes gesichtet wurden, rückten neben dem Roten Kreuz auch Einheiten der Guardia Civil und örtlichen Polizei aus.
Eine Person nach der Landung flüchtig
Vor Ort stellte die Lokalpolizei fest, dass insgesamt neun Personen das Boot für die illegale Überfahrt genutzt hatten. Nach Angaben der Beamten hatten sich die Migranten nach der Landung in zwei Vierergruppen aufgeteilt. Eine neunte Person war jedoch bereits vor dem Eintreffen der Beamten geflüchtet.
Die Einsatzkräfte suchten die nähere Umgebung und die angrenzenden Wege intensiv ab. Die Kontrolle blieb jedoch erfolglos. Mit dieser Ankunft registrierte Lanzarote allein in dieser Woche bereits das vierte Migrantenboot. Insgesamt erreichten in den vergangenen Tagen 210 Migranten die Insel.
