Der Druck auf den Wohnungsmarkt der Kanaren hält unvermindert an und sorgt für stetig steigende Lebenshaltungskosten. Im zweiten Quartal verzeichnete der Archipel bei den Mietpreisen erneut ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr. Eine anhaltend hohe Nachfrage trifft auf den Inseln auf ein akut begrenztes Angebot an verfügbarem Wohnraum.
Immobilienindex registriert im Jahresvergleich ein zweistelliges Plus bei den kanarischen Mieten
Nach aktuellen Daten des Immobilienportals Fotocasa stiegen die Mieten auf den Kanaren im Jahresvergleich um exakt 10,4 Prozent. Damit kletterte der durchschnittliche Mietpreis auf den Rekordwert von 16,22 Euro pro Quadratmeter im Monat. Mit diesem Wert liegt der Archipel spürbar über dem spanischen Landesdurchschnitt, der aktuell mit 14,79 Euro beziffert wird.
Die Kanaren belegen im landesweiten Vergleich der autonomen Regionen den fünften Platz. Höhere Mieten verzeichnen nur Madrid, die Balearen, Katalonien und das Baskenland. Im reinen Quartalsvergleich flachte das Wachstum mit einem Plus von 2,1 Prozent zwar etwas ab, liegt aber dennoch weit über dem gesamtspanischen Durchschnitt von lediglich 0,1 Prozent.
Extreme Preisunterschiede zwischen den Gemeinden
Ein Blick auf die Kommunen zeigt die Spitzenreiter der Statistik. Die teuerste Gemeinde des gesamten Archipels ist Mogán auf Gran Canaria mit einem Preis von 21,55 Euro pro Quadratmeter. Dicht dahinter folgt die Nachbargemeinde San Bartolomé de Tirajana mit 21,49 Euro. Auf den weiteren Plätzen der teuersten Pflaster folgen La Oliva auf Fuerteventura (19,94 Euro) sowie Arona (19,93 Euro) und Adeje (19,87 Euro) im Süden von Teneriffa.
Bei den größeren Städten zeigte sich im vergangenen Quartal ein sehr unterschiedliches Bild. Telde auf Gran Canaria verbuchte mit einem Plus von 22,4 Prozent den stärksten Preissprung. Auch in Adeje stiegen die Werte um 5,2 Prozent und in der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife um 4,9 Prozent. Auf der anderen Seite meldeten Gemeinden wie San Cristóbal de La Laguna einen Rückgang von 4,8 Prozent und Arona ein Minus von 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Die landesweit günstigste Miete verzeichnet der Index derzeit in Icod de los Vinos auf Teneriffa mit 10,34 Euro pro Quadratmeter.
