Die Lokalpolizei von Telde auf Gran Canaria hat die schweren Vorwürfe wegen angeblicher Tierquälerei auf einer Finca im Ortsteil Lomo de Las Brujas offiziell als Falschmeldung entlarvt. In den vergangenen Tagen hatten Berichte über mehr als einhundert mutmaßlich vernachlässigte und misshandelte Hunde für erhebliche Empörung gesorgt.
Nach einer umfassenden und unangekündigten Überprüfung des Geländes durch die Behörden stellte sich die gesamte Darstellung jedoch als falsch heraus. Das Kanaren News Magazin hält Sie über die offiziellen Ermittlungsergebnisse auf dem Laufenden.
Die Beamten setzten bei der Inspektion des ländlichen Grundstücks unter anderem Drohnen ein, um sich ein lückenloses Bild von den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen. Bei der Zählung wurden statt der behaupteten 150 Tiere tatsächlich weniger als 50 Hunde auf dem Areal vorgefunden.
Die tiermedizinische und polizeiliche Begutachtung ergab, dass sich alle Tiere in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden und keinerlei Anzeichen von Vernachlässigung, Unterernährung oder körperlicher Gewalt aufweisen.
Anzeige wegen Verleumdung droht
Zudem stellte die Polizei klar, dass die im Vorfeld verbreiteten Fotos von angeblichen Tierkadavern und schwer verletzten Hunden nicht von diesem Grundstück stammen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Bildmaterial bewusst manipuliert oder aus anderen Kontexten zusammengestellt wurde, um eine gezielte Kampagne gegen die Betreiber der Finca zu starten.
Die betroffenen Besitzer der Anlage haben nach der polizeilichen Entlastung angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Urheber der Falschmeldung einzuleiten. Es stehen Anzeigen wegen Verleumdung, Geschäftsschädigung und Hausfriedensbruch im Raum, da sich Unbefugte für die Erstellung des gefälschten Materials illegal Zutritt zu dem Privatgelände verschafft hatten.
Die Lokalpolizei hat ihren Bericht an die zuständige Justizbehörde übergeben, womit die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Tierquälerei offiziell zu den Akten gelegt sind.
