Die mauretanische Küstenwache hat in den vergangenen Wochen mehr als 1.000 Migranten auf Booten vor der eigenen Küste abgefangen. Angesichts dieses massiven Anstiegs warnten die Behörden in Mauretanien zu Beginn des Monats davor, dass das Ausmaß der irregulären Migration auf den Kanaren in diesem Jahr ein noch nie dagewesenes Rekordniveau erreichen könnte.
Die gefährliche Atlantik-Route gilt als eine der tödlichsten Fluchtbewegungen weltweit. Tausende Menschen verloren in den vergangenen Jahren beim Versuch, von afrikanischen Ländern aus auf das zu Spanien gehörende Archipel zu gelangen, auf hoher See ihr Leben.
Boote starteten in Gambia und Senegal
Wie ein europäischer Diplomat bestätigte, waren mehrere der gestoppten Schlepperboote von den mauretanischen Nachbarländern Gambia und Senegal aus in Richtung der Kanarischen Inseln gestartet. Die Boote nutzen die Küstengewässer Westafrikas, um den gefährlichen Weg in den offenen Atlantik zu beginnen.
Die mauretanischen Sicherheitskräfte brachten die festgesetzten Migranten nach dem Aufbringen der Boote in neue, von der Europäischen Union finanzierte Aufnahmezentren im Landesinneren. Dort sollen die Menschen offiziell registriert und ihr potenzieller Anspruch auf Schutzbedürftigkeit geprüft werden.
Die EU hatte Mauretanien finanziell massiv unterstützt, um die Migrationskontrollen direkt an den afrikanischen Abfahrtsküsten zu verstärken und Schleppernetzwerke zu bekämpfen.
