Ermittlungserfolg für die Nationalpolizei: Sechs Monate nach der Ankunft eines Bootes mit Migranten auf den Kanaren wurden drei Schleuser festgenommen. Die Männer sollen im Januar 2026 ein Boot mit 144 Migranten von Gambia auf die Inseln gesteuert haben. Erfolgt seinen die Zugriffe auf dem spanischen Festland in Alcalá de Henares und Cuenca. Alle drei Verdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.
Der Fall geht auf den Januar dieses Jahres zurück, als das völlig überbesetzte Holzboot im Hafen von La Restinga auf El Hierro einlief. An Bord befanden sich 144 Menschen, darunter mehrere Familien und Minderjährige. Nach Angaben der Migranten dauerte die Überfahrt von der gambischen Hauptstadt Banjul bis zu den Kanaren sieben Tage.
Zugriff auf dem Festland nach monatelanger Ermittlung
Da Schleuserclans sich nach der Ankunft oft unerkannt unter die Geflüchteten mischen, um auf das spanische Festland weiterzureisen, gestalteten sich die Ermittlungen der Kriminalpolizei aus Teneriffa langwierig. Nach sechs Monaten akribischer Beweissuche konnten die Beamten die drei Bootsführer schließlich lokalisieren.
Dazu reisten Ermittler aus Teneriffa aufs Festland. Zwei Männer wurden in Alcalá de Henares festgenommen und bei dem anderen klickten in Cuenca die Handschellen. Den Festgenommenen wird die gewerbsmäßige Beihilfe zur illegalen Einwanderung sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Ein Ermittlungsrichter ordnete umgehend Untersuchungshaft ohne Kaution an.
