Auf den Kanaren wurden neue Fälle von Tropenkrankheiten registriert. Bis Mitte Juli haben sich sieben Menschen mit dem Dengue-Fieber und drei weitere mit dem Chikungunya-Virus angesteckt. Das teilten die Gesundheitsbehörden jetzt mit. Zum Vergleich. Im gesamten Vorjahr gab es zehn Dengue-Fälle und nur eine Chikungunya-Infektion.
Woher kommen die Infektionen?
Es gibt jedoch keinen Grund zur Panik, denn alle Ansteckungen passierten außerhalb der Kanaren. Es handelt sich ausnahmslos um Fälle von Reisenden, die sich zuvor in Ländern wie Bolivien, Kuba oder auf den Malediven aufgehalten haben.
Warum warnen die Behörden trotzdem?
Hier kommt die Asiatische Tigermücke ins Spiel. Sie breitet sich durch den Klimawandel und die heißen Sommer im Land immer weiter aus. Das Problem: Sticht die Mücke jemanden, der die Krankheit unbemerkt aus dem Urlaub mitgebracht hat, nimmt sie die Keime auf. Danach kann sie das Leiden an jeden anderen weitergeben. Die Behörden raten zu erhöhter Aufmerksamkeit.
Die Symptome: Darauf musst du achten
Beide Krankheiten werden durch Mückenstiche übertragen und fühlen sich an wie eine schwere Grippe.
- Chikungunya: Verursacht plötzlich sehr hohes Fieber und extrem starke Gelenk- und Muskelschmerzen, die oft monatelang anhalten.
- Dengue-Fieber: Erkennst du an hohem Fieber, starken Kopf- und Augenschmerzen sowie Übelkeit und Ausschlag.
Behörden bitten um Hilfe: Mücken per Mail melden
Die Regierung bittet alle Einwohner und Urlauber, wachsam zu sein. Wer eine verdächtige, auffällig gestreifte Tigermücke sieht, soll ein Foto machen und dieses per E-Mail an vectores.scs@gobiernodecanarias.org schicken. Alternativ kann man verdächtige Insekten auch telefonisch unter 922 474 920 oder 928 307 562 melden.
