Die Kanaren erleben wirtschaftlich eine extreme Spaltung. Obwohl die Inseln im zweiten Quartal 2026 mit über einer Million Beschäftigten einen historischen Job-Rekord feiern, kommt dieser Aufschwung nicht überall an. In fünf Vierteln in Santa Cruz auf Teneriffa und Las Palmas auf Gran Canaria liegt die Arbeitslosigkeit bei über 27 Prozent. Betroffen sind die Gegenden Cuesta Piedra, San Pío X und Barrio Nuevo in der Hauptstadt Teneriffas sowie Jinámar und El Lasso auf Gran Canaria.
Das krasse Gegenteil zu den sozialen Brennpunkten zeigt sich im Wohlstandsviertel La Concha in Arrecife auf Lanzarote. In dieser reinen Wohngegend mit vielen Villen liegt die Quote bei gerade einmal 3,2 Prozent. Ähnlich niedrig ist die Arbeitslosigkeit in den Vierteln Las Mimosas auf Teneriffa mit 4,2 Prozent und El Cable auf Lanzarote mit 4,9 Prozent.
Immerhin sinken die Zahlen im Jahresvergleich leicht. Lag die Quote in den am stärksten betroffenen Wohngegenden 2025 noch bei über 30 Prozent, ist dieser Wert im Jahr 2026 um rund drei Prozentpunkte zurückgegangen.
