Die kanarische Regierung hat soeben die Hitzewarnung für die Inseln drastisch verschärft. Für Gran Canaria wurde ab Montag, dem 3. August, um 11:00 Uhr die höchste Alarmstufe ausgerufen. Alle restlichen Inseln der Kanaren verbleiben in der normalen Alarmbereitschaft. Grund für die Maßnahme ist eine extreme Hitzewelle, die der Region mehrere Tage mit tropischen Temperaturen bescheren wird.
Nach Angaben des Wetteramtes Aemet strömt eine heiße und trockene Luftmasse aus Afrika über die Inseln, die zudem eine leichte Calima mit sich bringt. Das Thermometer wird in den Bergen sowie im Süden, Osten und Westen von Gran Canaria vielerorts die Marke von 39 Grad überspringen.
In der Region um Tejeda sowie im Südosten können die Temperaturen lokal sogar auf über 40 Grad klettern. Ein Absinken der Werte in der Nacht ist kaum in Sicht. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen in den betroffenen Gebieten teilweise bei extremen 28 Grad.
Auch auf Teneriffa und den anderen Inseln klettern die Temperaturen weit über 35 Grad
Auch auf den anderen Inseln sorgt der Sommer für extreme Bedingungen. Auf Teneriffa ist vor allem das Umland des Großraums Santa Cruz sowie der Süden und Osten betroffen, wo Spitzenwerte von 35 bis 37 Grad gemessen werden. Ähnliche Warnungen vor Temperaturen über 35 Grad gelten für Fuerteventura, Lanzarote, La Gomera und El Hierro. Einzig La Palma bleibt an den Küsten mit maximal 28 Grad etwas kühler, meldet in den höheren Lagen um El Paso aber ebenfalls bis zu 37 Grad.
Zusätzlich zur extremen Hitze frischt der Nordostwind stellenweise stark auf. Vor allem im Meer wird es ungemütlich, da die Aemet starken Wellengang und heftige Windböen an den Küsten voraussagt.
