Der äußere Wellenbrecher des Hafens von Arguineguín auf Gran Canaria trägt ab sofort einen neuen, symbolträchtigen Namen. Der Verwaltungsrat der zuständigen Behörde Puertos Canarios hat der offiziellen Umbenennung des Außenkais in der Gemeinde Mogán zugestimmt. Die Anlage heißt ab sofort feierlich „Muelle de la Esperanza“ – zu Deutsch: das Dock der Hoffnung.
Mit dieser Entscheidung reagieren die Behörden auf die schwierigen Ereignisse der vergangenen Jahre. Während der schweren Migrationskrise im Jahr 2020 erlangte der Wellenbrecher wegen der extremen Überfüllung von tausenden Menschen traurige Berühmtheit und wurde in der Öffentlichkeit oft als „Muelle de la Vergüenza“ (Kai der Schande) bezeichnet. Dieser Name soll mit der neuen Bezeichnung nun endgültig der Vergangenheit angehören.
Ein Symbol der Erinnerung und der Hoffnung
Eine ganz besondere Bedeutung erhielt die neue Namensgebung durch den historischen Besuch von Papst Leo XIV. im Juni. Das Kirchenoberhaupt wählte damals ganz bewusst diesen Kai in Arguineguín aus, um mit Geflüchteten, freiwilligen Helfern und Rettungskräften zusammenzutreffen.
Laut dem Geschäftsführer von Puertos Canarios, José Gilberto Moreno, soll das neue „Dock der Hoffnung“ ein dauerhafter Ort des Gedenkens sein. Der Name steht symbolisch für die gelebte Menschlichkeit und Solidarität der gesamten kanarischen Gesellschaft. Gleichzeitig gilt er als dauerhafte Anerkennung für die unermüdliche Arbeit von Organisationen wie Cáritas, der Seenotrettung, den Sicherheitskräften und den lokalen Verwaltungen.
