Auf Teneriffa hat der Zoll und Beamte der Guardia Civil einen bedeutenden Schlag gegen den regionalen Drogenhandel gelandet. Bei der Durchsuchung von zwei scheinbar normalen Wohnhäusern hoben die Ermittler hochprofessionelle Indoor-Plantagen mit insgesamt knapp 450 Marihuana-Pflanzen aus. Die Operation endete mit der Festnahme von zwei Hauptverdächtigen sowie Ermittlungen gegen eine weitere Person.
Gestartet wurden die Ermittlungen nach Hinweisen auf ein Haus in der Gemeinde La Victoria de Acentejo. Bei der Überwachung stießen die Beamten schnell auf ein ausgeklügeltes System aus Anbau, Verarbeitung und lokalem Vertrieb. Im Zuge der Nachforschungen geriet zudem eine zweite Immobilie in der Nachbargemeinde La Matanza de Acentejo ins Visier der Ermittler.
Professionelles technisches Equipment steigerte die Produktion in den Wohnräumen massiv
Nachdem ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vorlag, stürmten die Einsatzkräfte zeitgleich beide Objekte. In fast allen Zimmern des ersten Hauses fanden die Beamten professionelles Equipment zur künstlichen Aufzucht. Leistungsstarke Beleuchtungsanlagen, Luftbefeuchter, Wasserpumpen, Spezialdünger und Aktivkohlefilter sorgten dort für eine maximale Ausbeute des illegalen Anbaus.
Die Bilanz des Zugriffs ist beachtlich. Neben den 448 Cannabis-Pflanzen wurden rund zwölf Kilogramm verkaufsfertige Marihuana-Blüten, 46 Gramm Haschisch-Harz sowie eine größere Menge Bargeld sichergestellt. Zudem wurden zwei Fahrzeuge eingezogen, die für den Transport der Drogen genutzt wurden. Die Verdächtigen wurden zusammen mit dem Beweismaterial dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.
