Ein furchtbarer Arbeitsunfall hat am gestrigen Mittwoch im Industriegebiet von Salinetas in der Gemeinde Telde auf Gran Canaria ein Todesopfer gefordert und einen Großeinsatz ausgelöst.
Gegen 12.10 Uhr explodierte ein großer Kraftstofftank auf dem Gelände des Energieunternehmens DISA, der sich gerade in Instandhaltung befand. Die Wucht der Detonation war so gewaltig, dass der rund acht Tonnen schwere Deckel des Depots weggesprengt wurde. Der dumpfe Knall war in den umliegenden Küstenorten bis nach Melenara kilometerweit zu hören.
Wie das Unternehmen DISA in einer offiziellen Erklärung mitteilte, handelt es sich bei den Arbeitern um Angestellte der Spezialfirma Nervión Industries. Die Männer führten routinemäßige Wartungs- und Schweißarbeiten in der Höhe direkt an dem eigentlich entleerten Depot durch. Aus bisher ungeklärter Ursache entzündeten sich dabei verbliebene Gase im Inneren des Tanks.
Für einen 35-jährigen Arbeiter aus dem Telde-Stadtteil Caserones kam jede Hilfe zu spät; er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Nach der heftigen Verpuffung leitete die Rettungsleitstelle sofort den chemischen Sonderplan für das Areal ein
Insgesamt drei weitere Mitarbeiter der Spezialfirma wurden bei dem Vorfall verletzt. Zwei von ihnen erlitten schwerere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. Während einer zur intensiven Behandlung im Insular verbleibt, konnte sein Kollege nach einer medizinischen Versorgung das Hospital Doctor Negrín glücklicherweise bereits wieder verlassen. Der dritte Arbeiter kam ohne stationäre Aufnahme davon.
Aufgrund des schweren Vorfalls und des potenziellen Risikos im Umgang mit Gefahrstoffen hatte die kanarische Regierung umgehend den chemischen Notfall-Sonderplan RISQCAN aktiviert. Teldes Bürgermeister Juan Antonio Peña und DISA-Sprecherin Sara Mateo betonten jedoch schnell, dass keine Gefahr für die umliegenden Unternehmen oder Anwohner besteht.
Die Stadt Telde hat eine offizielle Trauer ausgerufen. Die Polizei und die zuständige Arbeitsaufsicht haben eine umfassende Untersuchung eingeleitet, um die genauen Ursachen der fatalen Gaszündung zu rekonstruieren.
