Die Regierung der Kanaren hat am heutigen Freitagmorgen die offizielle Alarmstufe wegen akuter Waldbrandgefahr für weite Teile des Archipels aktiviert. Betroffen von dieser verschärften Sicherheitsstufe sind ab sofort Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro vollumfänglich sowie Gran Canaria in allen Regionen oberhalb von vierhundert Höhenmetern.
Obwohl die extreme Hitzewelle der vergangenen Tage leicht abgeklungen ist, stufen die Experten die Lage in den Wäldern und Bergen als kritisch ein.
Die Meteorologen betonen, dass der ausgetrocknete Waldboden dringend Zeit braucht, um die nötige Feuchtigkeit zurückzugewinnen. Während an den Küsten bereits feuchtere Luftmassen für leichte Entlastung sorgen, verbleibt die Luftfeuchtigkeit in den höheren Bergregionen weiterhin bei einem gefährlichen Wert von unter dreißig Prozent.
Da im Inselinneren weiterhin Temperaturen von über dreißig Grad gemessen werden und heftige Windböen von bis zu 80 km/h über die Gipfel fegen, droht im Falle eines Funkenschlags eine rasende Brandausbreitung.
Strenges Verbotsverfahren untersagt jegliches offenes Feuer und den Einsatz von Maschinen
Unter dem geltenden Notfallplan INFOCA haben die Behörden einen strikten Verbotskatalog für Einheimische und Urlauber in Kraft gesetzt. Das Entzünden von offenem Feuer im Freien, das Grillen auf öffentlichen Rastplätzen sowie jegliche landwirtschaftliche Verbrennungen sind ab sofort verboten.
In den Risikogebieten dürfen keinerlei motorisierten Maschinen wie Kettensägen, Trennschleifer oder Schweißgeräte betrieben werden. Die Behörden bitten zudem eindringlich darum, keine Zigarettenkippen, Gläser oder sonstigen Müll in der Natur zu hinterlassen und jede Rauchsäule sofort unter dem Notruf 112 zu melden.
