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Home - Teneriffa - Teneriffa: Erdbebenserie am Teide löst Überwachungsprotokoll aus
Teneriffa

Teneriffa: Erdbebenserie am Teide löst Überwachungsprotokoll aus

Thorsten Ehser22. Juni 2026, Las Palmas de Gran Canaria
Seismische Aktivität und Erdbeben auf Teneriffa im Bereich des Vulkans Teide.

Am frühen Montagmorgen (22. Juni) verzeichnete das Nationale Geographische Institut Spaniens (IGN) einen signifikanten Anstieg der seismischen Aktivität auf Teneriffa. Zwischen 03:07 Uhr und 03:28 Uhr führte eine dichte Abfolge von niederfrequenten Impulsen westlich von Las Cañadas del Teide dazu, dass die zuständigen Wissenschaftler den Katastrophenschutz der Kanarischen Inseln routinemäßig alarmierten. Die Phase der erhöhten Unsicherheit dauerte insgesamt 21 Minuten, bis die Aktivität wieder abflachte.

222 registrierte seismische Ereignisse innerhalb von 48 Stunden

Laut offiziellen Angaben des IGN wurden im Zeitraum zwischen dem 21. und 22. Juni insgesamt 222 seismische Ereignisse registriert, von denen bis zum Montagmorgen 89 präzise lokalisiert werden konnten. Die Erschütterungen konzentrierten sich in einer Tiefe von 10 bis 15 Kilometern vor allem auf den westlichen Bereich von Las Cañadas del Teide, insbesondere unter den Gemeinden Guía de Isora, Vilaflor de Chasna und Santiago del Teide. Die Stärke der Beben lag fast ausschließlich unter einer Magnitude von 2,0, weshalb keines der Ereignisse von der Bevölkerung spürbar wahrgenommen wurde.

Experten betonen: Keine akute Veränderung des vulkanischen Risikos

Der IGN-Seismologe Rubén López stellte klar, dass diese Standard-Warnmeldungen intern regelmäßig ausgesprochen werden, sobald mehr als zehn seismische Ereignisse pro Stunde auftreten. Dass diese Information dieses Mal an die Medien durchgesickert ist, sei die eigentliche Besonderheit. Die aktuelle Sequenz erreichte zudem nicht die Intensität oder Dauer der ausgeprägten seismischen Krise vom Februar dieses Jahres.

Die aufgezeichneten vulkanisch-tektonischen und hybriden Signale weisen zwar auf eine Zirkulation von hydrothermalen Fluiden in der Tiefe hin, bedeuten laut den Vulkanologen jedoch keine Beschleunigung des vulkanischen Prozesses. Das Risiko für einen kurz- oder mittelfristigen Vulkanausbruch auf Teneriffa bleibt unverändert niedrig. Die Insel wird weiterhin über ein Netzwerk von mehr als 100 Messstationen lückenlos in Echtzeit überwacht.


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