Großeinsatz der Polizei auf Teneriffa: In den Urlauberhochburgen Costa Adeje und Playa de las Américas wurden vier Personen festgenommen. Die Beamten zerschlugen ein illegales Verkaufsnetzwerk und stellten rund 2.000 gefälschte Luxus-Kleidungsstücke sicher.
Im Süden der größten Kanaren-Insel hat die Nationalpolizei einen schweren Schlag gegen die Produktpiraterie gelandet. Vier mutmaßliche Betreiber von Modegeschäften wurden festgenommen, gegen eine fünfte Person wird ermittelt. Die Beschuldigten verkauften in ihren Läden in den beliebten Touristenzentren Costa Adeje und Playa de las Américas systematisch gefälschte Kleidung und Accessoires namhafter Luxuslabels.
Bei der Razzia wurden rund 2.000 gefälschte Artikel beschlagnahmt. Nach Angaben der Ermittler hätte die illegale Ware als Originalware auf dem legalen Markt einen Gesamtwert von rund 210.000 Euro erzielt.
Luxusmarken schalteten Ermittler ein
Der Zugriff der Polizei erfolgte nach Anzeigen von Rechtsvertretern mehrerer betroffener Modemarken. Den Anwälten war der illegale Verkauf ihrer geschützten Designs auf Teneriffa aufgefallen. Nach ersten Überprüfungen organisierten die Beamten eine gleichzeitige Inspektion aller verdächtigen Ladenlokale in den Urlaubsgebieten.
Um die Fälschungen direkt vor Ort rechtssicher nachzuweisen, wurde die Polizei bei dem Einsatz von offiziellen Gutachtern der geschädigten Firmen begleitet. Die Festgenommenen wurden zur Polizeidienststelle überstellt und werden nun der zuständigen Justizbehörde wegen eines Verbrechens gegen das gewerbliche Eigentum vorgeführt.
