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Home - Blaulicht-Report - Kanaren-Polizei warnt: Dieser kleine Fehler am Auto kostet 80 Euro
Blaulicht-Report

Kanaren-Polizei warnt: Dieser kleine Fehler am Auto kostet 80 Euro

Härtere Kontrollen im Sommer: Warum Mängel an Scheibenwischern und Reifen jetzt teuer werden.
Thorsten Ehser28. Juni 2026, Las Palmas de Gran Canaria
Diese Ausrüstungsfehler und Mängel kosten sofort bis zu 200 Euro.
Diese Ausrüstungsfehler und Mängel kosten sofort bis zu 200 Euro.

Die spanische Verkehrsbehörde rechnet in diesem Sommer mit Millionen von Fahrten auf den Straßen der Kanaren. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Zahl der Unfälle zu senken, verschärft die Guardia Civil rechtzeitig zum Start der Urlaubssaison die Kontrollen. Im Fokus stehen dabei grundlegende Elemente des Fahrzeugs, deren schlechter Zustand empfindliche Strafen nach sich ziehen kann. Besonders ein oft unterschätztes Detail am Scheibenwischer kann teuer werden.

Defekte Scheibenwischer: Bußgeld oder sofortige Stilllegung

Viele Autofahrer denken im trockenen kanarischen Sommer selten an die Scheibenwischer – ein fataler Fehler bei einer Verkehrskontrolle:

  • Verschlissene Wischerblätter: Wer mit porösen oder beschädigten Scheibenwischern unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 80 Euro rechnen.
  • Kompletter Funktionsausfall: Sollte die Scheibenwaschanlage oder der Wischmechanismus bei schlechtem Wetter oder starkem Calima-Staub überhaupt nicht funktionieren, sind die Beamten berechtigt, das Fahrzeug an Ort und Stelle stillzulegen.

Die Notfallausrüstung: Unvollständigkeit kostet 200 Euro

Die Verkehrsordnung schreibt strikt vor, dass jedes Fahrzeug auf einen Notfall vorbereitet sein muss. Wer bei einer Kontrolle die gesetzlich vorgeschriebenen Gegenstände nicht vorweisen kann oder wessen Ausrüstung Mängel aufweist, zahlt 200 Euro Strafe.

  • Ein fahrtüchtiges Ersatzrad oder ein funktionstüchtiges Reifenreparaturset.
  • Das notwendige Basiswerkzeug für einen Reifenwechsel.
  • Eine zugelassene Warnweste für den Fahrer.
  • Das neue V-16-Blinklicht zur Absicherung der Unfallstelle.

Reifen im Visier: Bis zu 200 Euro Bußgeld pro Rad

Die Reifen sind die einzige Verbindung zur Straße und stehen bei der Guardia Civil unter besonderer Beobachtung. Hier drohen Bußgelder zwischen 90 und 200 Euro, die sich pro fehlerhaftem Reifen addieren:

  • Abgefahrenes Profil (200 Euro Strafe): Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Liegt auch nur ein Reifen darunter, gilt dies als schwere Ordnungswidrigkeit.
  • Beschädigte Reifen (200 Euro Strafe): Sichtbare Beulen, Risse oder tiefe Schnitte im Gummi gefährden die Sicherheit und werden sofort geahndet.
  • Ungleiche Bereifung (150 Euro Strafe): Das Gesetz verbietet es strikt, verschiedene Reifenmodelle auf ein und derselben Achse zu fahren.
  • Nicht zugelassene Reifen (90 bis 120 Euro Strafe): Die Nutzung von reinen Wettbewerbsreifen auf öffentlichen Straßen ist untersagt.

Obwohl ein falscher Reifendruck laut Gesetzbuch nicht direkt mit einem Bußgeld belegt ist, mahnt die Guardia Civil eindringlich zur Kontrolle vor langen Fahrten. Ein zu niedriger Druck erhöht den Kraftstoffverbrauch, beschleunigt den Verschleiß und verlängert den Bremsweg drastisch.

Die Behörden betonen, dass es bei den Kontrollen nicht um reine Abzocke geht, sondern darum, durch Prävention schwere Unfälle in der Hauptreisezeit zu verhindern.

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