Der Süden Teneriffas feiert ein Jubiläum: Seit 40 Jahren behauptet er sich als unangefochtener Spitzenreiter im Tourismus auf der Insel. Das Jahr 1986 markierte einen historischen Wendepunkt, als die südliche Region erstmals mehr Touristen anzog als der bis dahin führende Norden um Puerto de la Cruz und damit eine neue Ära einläutete.
Der Wendepunkt im Jahr 1986
Bis in die 80er Jahre war Puerto de la Cruz das Aushängeschild des kanarischen Tourismus. Doch 1986 kippte die Waage: Von den knapp zwei Millionen Touristen, die Teneriffa besuchten, wählten 962.410 den Süden als ihr Urlaubsziel, während 832.887 den Norden bevorzugten. Seitdem ist der Vorsprung des Südens kontinuierlich gewachsen.
Das Rezept des Erfolgs
Der Aufstieg des Südens ist kein Zufall. Mehrere Faktoren trugen entscheidend dazu bei:
- Sonnengarantie: Das ganzjährig stabile und sonnige Klima war ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
- Moderne Infrastruktur: Der Bau des Flughafens Reina Sofía (TFS) und der Südautobahn (TF-1) öffnete die Tore für den internationalen Massentourismus.
- Innovative Hotelanlagen: Inspiriert von karibischen Resorts entstanden moderne Hotelkomplexe mit weitläufigen Anlagen, die den Zeitgeist trafen.
- Unternehmerischer Weitblick: Visionäre wie die katalanischen Investoren Rafael und Santiago Puig Lluvina erkannten das Potenzial der kargen Landschaft und erschufen aus dem Nichts das Tourismusimperium Playa de Las Américas.
Während der Süden boomte, kämpfte der Norden mit einer veralteten Hotelinfrastruktur und mangelndem Platz für neue Projekte. Die Gemeinden im Süden, allen voran Adeje und Arona, passen ihre Planungen an das neue Phänomen an und ermöglichenen eine rasante Entwicklung, die bis heute anhält. Diese strategische Ausrichtung hat den Süden Teneriffas zu einem der meistbesuchten und erfolgreichsten Urlaubsziele der Welt gemacht.
