Wer in den nächsten Tagen auf den Kanaren mit dem Auto unterwegs ist, sollte den Fuß dringend vom Gas nehmen. Seit Montag läuft auf allen Inseln eine großangelegte Blitzer-Offensive. Die Kontrollen dauern bis zum 9. August an und sollen der zuletzt besorgniserregend gestiegenen Zahl von schweren Unfällen entgegenwirken.
Die Polizei nimmt in dieser Woche verstärkt Landstraßen und innerstädtische Hauptstraßen ins Visier. Neben mobilen und fest installierten Blitzern am Boden überwachen die Beamten den Verkehr auch aus der Luft. So sollen vor allem gefährliche Unfallschwerpunkte besser kontrolliert werden.
Unangepasstes Tempo gilt laut den Behörden weiterhin als eine der Hauptursachen für tödliche Unfälle
Laut offiziellen Daten ist überhöhte Geschwindigkeit auf den Kanaren nach wie vor für rund 30 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle verantwortlich. Der Delegierte der spanischen Regierung auf den Kanaren, Anselmo Pestana, mahnte zur Einsicht und betonte, dass das Tempolimit von vielen Autofahrern noch immer nicht als echter Risikofaktor wahrgenommen wird. Besonders in den Städten des Archipels fehle oft das Bewusstsein für die fatalen Folgen von zu hoher Geschwindigkeit bei Fußgängerunfällen.
Statistiken verdeutlichen den Handlungsbedarf
Laut Umfragen hält sich eine deutliche Mehrheit von etwa 60 Prozent der Autofahrer nicht an die Tempolimits auf Landstraßen und Autobahnen. Wie konsequent die Polizei bei den aktuellen Kontrollen vorgeht, zeigt ein Blick auf die jüngste Großkontrolle. Damals wurden innerhalb einer Woche knapp zwei Millionen Fahrzeuge überprüft, was zu fast 99.000 Anzeigen führte.
