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Home - Tourismus - Tourismus auf den Kanaren: Hotels melden historischen Mai
Tourismus

Tourismus auf den Kanaren: Hotels melden historischen Mai

Thorsten Ehser24. Juni 2026, Las Palmas de Gran Canaria
Tourismus auf den Kanaren: Hotels melden historischen Rekord im Mai
El Medano

Die Hotelbranche auf den Kanaren boomt weiter und bricht mitten in der eigentlichen Nebensaison alle Rekorde. Nach aktuellen Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) für den Monat Mai verzeichneten die Hotels auf dem Archipel die höchste Rentabilität ihrer Geschichte. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) erreichte einen historischen Höchstwert von 92,80 Euro. Doch ein entscheidendes Detail trübt die Rekordstimmung: Die Urlauber bleiben kürzer.

Traditionell gehört der Mai nach dem Ende der Wintersaison und den Osterfeiertagen zu den ruhigeren Monaten im kanarischen Tourismus. Umso sensationeller bewerten Branchenexperten die aktuellen Zahlen. Die Einnahmen pro verfügbarem Zimmer lagen im Mai 2026 sogar deutlich über den Werten, die vor der Pandemie im Januar oder Februar 2019 – also mitten in der absoluten Hauptsaison – erzielt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Rentabilität um 3,6 Prozent.

Fast eine Million Hotelgäste im Mai

Die Sorge vor einem Einbruch der Urlauberzahlen erwies sich im Mai als unbegründet. Insgesamt 929.918 Gäste checkten in den Hotels der Inseln ein – das sind über 37.000 Reisende mehr als im Vorjahresmonat. Auch die Zahl der Übernachtungen knackte mit über 5,4 Millionen einen neuen historischen Höchstwert für den Monat Mai.

Trotz dieses Ansturms verändern die Urlauber jedoch ihr Verhalten, um auf die gestiegenen Preise zu reagieren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank im Mai auf 5,85 Tage. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2021, als der Tourismus nach den Corona-Lockdowns gerade erst wieder anlief.

Höhere Preise zwingen Urlauber zu kürzeren Aufenthalten

Die Ursache für die kürzeren Reisen liegt auf der Hand: Urlaub auf den Kanaren ist so teuer wie nie zuvor. Die durchschnittliche Tagesrate (ADR), also der reine Zimmerpreis pro Nacht, ist seit dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 um massive 39 Prozent gestiegen. Um die Reisekasse zu schonen, weichen viele Urlauber auf kürzere Wochenend-Trips oder knackige Kurzferien aus, statt den klassischen Zwei-Wochen-Urlaub zu buchen.

Für die Hotelbetreiber bedeuten die Rekord-Einnahmen allerdings nicht automatisch auch Rekord-Gewinne. Die Hotels kämpfen ebenfalls mit massiven Mehrkosten. Ob Strom, Wasser, Lebensmittel für die Buffets oder gestiegene Personalkosten – der Betrieb der Hotelanlagen ist deutlich teurer geworden. Dennoch zeigt der Markt eine beeindruckende Stärke: Die Reiselust der Urlauber trotzt den Rekordpreisen im Süden Teneriffas, auf Gran Canaria und den Nachbarinseln weiterhin erfolgreich.

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