Die Kanaren verzeichneten im Juni einen spürbaren Wandel im Tourismus. Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts besuchten in diesem Monat 1.030.193 internationale Gäste das Archipel. Das entspricht einem Rückgang von 4,47 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Trotz dieses Besucherminus blieben die Gesamteinnahmen mit 1,56 Milliarden Euro stabil, da die angereisten Urlauber deutlich mehr Geld in den Kassen ließen.
Im Durchschnitt hinterließ jeder ausländische Gast stolze 199 Euro pro Tag auf den Inseln, was ein kräftiges Plus von 4,87 Prozent bedeutet. Grund für den Anstieg sind vor allem die höheren Preise für Anreise und Unterkünfte. Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 7,6 Tagen gaben die Urlauber insgesamt 1.515 Euro pro Kopf aus.
Inseln führen die landesweite Umsatzstatistik an
Ein Blick auf die gesamte erste Jahreshälfte unterstreicht die wirtschaftliche Stärke der Region. Zwischen Januar und Juni besuchten rund 7,8 Millionen internationale Touristen die Kanaren, was einem minimalen Rückgang von 0,56 Prozent entspricht. Die Gesamteinnahmen kletterten in diesem Zeitraum jedoch auf 11,85 Milliarden Euro. Damit liegen die Inseln beim Umsatz landesweit auf Platz eins und lassen Katalonien sowie Madrid hinter sich.
Deutliche Verschiebungen gibt es zudem bei der Wahl der Unterkünfte. Während die Hotelübernachtungen einen leichten Rückgang verzeichneten, boomte die Vermietung von privaten Ferienwohnungen mit einem Zuwachs von 10,1 Prozent. Auch Übernachtungen bei Freunden oder Verwandten legten deutlich zu. Die meisten Urlauber kamen in der ersten Jahreshälfte weiterhin aus Großbritannien, gefolgt von Deutschland und Frankreich.
