Das Innenministerium hat mit dem Bau einer neuen schwimmenden Barriere am Grenzübergang von El Tarajal begonnen. Mit speziellen Druckluft-Sperren und Bojenketten im Wasser soll die Grenze zwischen Ceuta und Marokko ab sofort auch auf dem Seeweg physisch abgeriegelt werden.
Hintergrund der Baumaßnahme ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 8. Juli. Dieses besagt, dass illegale Einwanderer, die schwimmend das Land erreichen, an der Grenze nicht direkt abgewiesen werden dürfen, solange es im Wasser keine echten, physischen Absperrungen gibt. Diese gesetzliche Schwachstelle wird mit den neuen Bojen nun geschlossen.
Innenminister Grande-Marlaska verteidigt den schnellen Einsatz von Militär und Polizei
Innenminister Fernando Grande-Marlaska reiste gemeinsam mit Ministerpräsident Pedro Sánchez direkt in die autonome Stadt, um die Maßnahmen vor Ort zu leiten. Auf einer Pressekonferenz bestätigte der Minister, dass am Donnerstag zwischen 50.000 und 60.000 Menschen illegal nach Ceuta gelangt waren.
Grande-Marlaska verteidigte das harte Durchgreifen der Sicherheitskräfte. Die Regierung habe extrem schnell, entschlossen und mit der nötigen Abschreckung reagiert, sodass sich die Lage in weniger als 48 Stunden wieder normalisiert habe. Die Bilder des Ansturms seien zwar schockierend gewesen, doch die extrem schnelle und effektive Reaktion der spanischen Behörden zeige laut dem Minister die hohe Handlungsfähigkeit des Landes in einer solchen Ausnahmesituation.
