Ein großer Hai hat an der Küste von Radazul auf Teneriffa für ordentlich Aufsehen gesorgt. Der ungebetene Gast tauchte am Freitag nur wenige Minuten vor dem Start eines geplanten Apnoe-Tauchwettbewerbs auf. Ein Sportler filmte das Tier und stellte das Video sein Instagram-Kanal online.
Obwohl die Begegnung völlig friedlich verlief war die Aufregung unter den Badegästen und den anwesenden Sportlern am Strand natürlich riesig. Das Video zeigt sehr deutlich, wie die markante Rückenflosse des Hais ruhig und in geringer Tiefe durch das Wasser zieht. Trotz des ersten Schocks ließen sich die Veranstalter und Athleten auf Teneriffa nicht aus der Ruhe bringen.
Der Wettbewerb und die anderen geplanten Aktivitäten am Strand wurden ganz normal fortgesetzt. Es kam zu keiner Sekunde zu einer gefährlichen Situation oder gar zu einem Angriff auf die Menschen im Wasser.
Warum die Begegnungen an den Stränden von Teneriffa in den letzten 12 Monaten zunehmen
Solche Sichtungen in den flachen Küstenbereichen der Kanaren sind zwar spektakulär, aber im Grunde reine Routine für die Inseln. Die Gewässer im Atlantik dienen vielen Haiarten als Durchzugsgebiet.
Biologen betonen immer wieder, dass die Tiere für den Menschen in der Regel absolut keine Bedrohung darstellen. In den vergangenen 12 Monaten gab es mehrere ähnliche Vorfälle. So filmten Badegäste im August 2025 einen Hai direkt am Ufer des bekannten Strandes Las Vistas in Arona. Zudem entdeckten Taucher kurz darauf einen Makohai vor Los Cristianos.
Auch auf der Nachbarinsel El Hierro dokumentierten Tauchschulen zuletzt die Ankunft eines seltenen Schildzahnhies. Diese Art lebt eigentlich in der Tiefsee und kommt nur ganz selten an die Oberfläche.
Meeresbiologen erinnern daran, dass im kanarischen Ökosystem mehr als 80 verschiedene Hai- und Rochenarten zu Hause sind. Sollte man beim Baden tatsächlich einmal auf einen Hai treffen, raten Experten dazu, die Distanz zu wahren, Ruhe zu bewahren und auf keinen Fall hektisch zu paddeln.
