Auf der Migrationsroute in Richtung der östlichen Kanaren-Inseln herrscht wieder spürbare Aktivität. Vor der Küste von Lanzarote hat die Seenotrettung (Salvamento Marítimo) drei überladene Schlauchboote abgefangen. Insgesamt befanden sich 245 Menschen an Bord der Boote, darunter mehrere Frauen und Jugendliche. Nach der Aufnahme wurden alle Geretteten zur weiteren Betreuung in den Hafen der Inselhauptstadt Arrecife gebracht.
Großaufgebot an Helfern im Hafen von Arrecife
Nach dem Eintreffen der Rettungsschiffe im Hafen von Arrecife lief sofort das medizinische Erstversorgungsprotokoll an. Ein Großaufgebot von Helfern des Roten Kreuzes sowie des kanarischen Rettungsdienstes (SUC) stand am Kai bereit, um die Erfassung und medizinische Untersuchung der 245 Personen zu übernehmen. Laut ersten Angaben der Rettungskräfte befanden sich die meisten Migranten trotz der strapaziösen Überfahrt in einem allgemein guten gesundheitlichen Zustand. Nur in Einzelfällen mussten leichtere Erschöpfungssymptome direkt vor Ort behandelt werden.
Diese jüngsten Einsätze beenden eine wochenlange relative Ruhephase auf der Lanzarote-Route, nachdem die Insel zuvor seit Ende Juli keine nennenswerten Bootsankünfte mehr verzeichnet hatte. Die Behörden stellen sich nun auf eine Fortsetzung der Überfahrten in den kommenden Spätsommermonaten ein.
